Ich habe wiedereinmal geswappt. diesmal ging es um ein sehr spezielles kapitel der literatur. die sogenannte trivial literatur. leicht zu erkennen an ihren überschwänglichen, meist in goldenen lettern geschriebenen, titeln, die mehr als oft highlander, wikinger oder gentlement beinhalten. zudem oft vom typischen nackenbeisser cover gekrönt. normalerweise ist die leserschaft mitte dreissig und weiblich. diese schmonzetten, von kitsch und schmalz nur so überlaufend, lassen sich nur mit jedermenge sehnsucht oder, wie in meinem fall, einem glas cuba libre lesen. wesentlich interessanter werden solche bücher, wenn man sie kommentiert. so streicht man zum beispiel des öfteren das wort “seine glühenden lenden” und ersetzt durch “seine fleischpeitsche” und auf einmal wird das ganze wesentlich interessanter. da werden langweilige dialoge umgedichtet oder zu kitschige stellen kurzerhand zensiert.
das unschuldige buch das in meine hände geriet hieß im original: “Im Bann des Wikingers” mit besonders schönem cover.
nachdem ich es in den händen hatte sah es dann innen so aus:


da man sich mit sowas natürlich nicht in der öffentlichkeit zeigen kann gab es zusätzlich noch eine selbstgenähte buchhülle.

die hülle besteht aus einer lage schwarzem baumwoll stoff und einer lage cremefarbener spitze. obendrauf ist eine fledermaus aus satin appliziertrt. ausserdem habe ich ein stück spitzenborte als lesezeichen eingenäht. die anleitung habe ich von natron und soda.
natürlich habe ich auch ein buch zurück bekommen. es hat den klangvollen namen “In den Armen des Highlanders” ich bin schon ganz auf die Story gespannt
ich wette am ende heiraten sie. ich bin total begeistert von der cover verschönerung! das stelle ich mir auf jeden fall ganz oben ins regal wenn ich es durch habe!


