hier also mein kleiner tourbericht des diesjährigen m’era luna. es war ja inzwischen mein 6.(?!) mal auf dem mera und es war wie jedes jahr wundervoll und viel zu kurz! aber fangen wir von vorne an.
die reise begann am freitag morgens früh um 8 uhr. meine freundin sia und ich hatten den keinen japaner bis obenhin vollgeladen. es ist wirklich erstaunlich wieviel krempel man nur für ein wochenende braucht. noch erstaunlicher das der ganze kram in mein kleines blaues kärrele gepasst hat. aber ich muss sagen, dieses jahr habe ich die packperfektion erreicht und nichts sinnloses mitgenommen! leider gottes machte mein talent des verfahrens unserer frühen ankunft einen strich durch die rechnung. ich hatte es natürlich mal wieder geschafft mich auf die falsche autobahn zu verirren und musste dann einen 2 stündigen umweg, quer durch deutschland machen. jedoch war das wetter sonnig und dank der klimaanlage im auto auch richtig angenehm.
gegen 17 uhr kamen wir dann am hildesheimer flughafen drispenstedt an und fortuna sei dank bekamen wir einen parkplatz direkt am eingangszaun! also schnell das wichtigste was wir tragen konnten ausgeladen und zur bändchen ausgabe. dort gab es eine herrlich kurze schlange und innerhalb kürzester zeit waren wir im natron und soda camp angekommen. der jährliche, harte kern war schon versammelt und hatte uns einen tollen platz für unser zelt in der nähe des feldwegs freigehalten. nach etlichen fuhren hin und zurück vom auto waren unsere habseeligkeiten im frisch aufgebauten zelt verstaut und wir ließen den ankunftsabend gemütlich mit himbeer prosecco ausklingen.
am nächsten tag ging es recht früh weiter, auf zur duschparty! da ab 9 uhr morgens in der sammeldusche die absolute hölle los ist machten wir uns schon um 8:30 auf den weg. es war bereits eine kleine schlange vor der dusche, aber wir hatten noch glück und mussten nicht lange warten. die sanitären anlagen wurden noch einmal verbessert in dem es drinnen umkleide bänke mit haken und schuhfach gab. außerdem gab es jetzt abgetrennte kabinen mit vorhang. auch wenn sich mir der sinn des ganzen mehr oder weniger verschloss da man sich ja vor der dusche umzog und nicht darin. (sonst wären ja alle klamotten noch nasser geworden als ohnehin schon). mehr oder weniger sauber gings dann zurück zum campingplatz zu einem gemütlichen outdoor frühstück und dem morgendlichen verschönerungsritual
am samstag trug ich meinen “alice im wunderland” – bunny minirock, fetzen korsett und ein oberteil mit herzförmigem ausschnitt und lochspitze an den ärmeln.
gegen 12 uhr hatten wir uns fertig angezogen, stukkatiert und frisiert und sind auf zum konzertgelände gepilgert. die anderen waren bereits da weil sie sich heimataerde ansehen wollten. unsere faulheit siegte jedoch also stießen wir erst zu faderhead zu den anderen in den hangar. faderhead lieferte eine gute show schon am frühen morgen und weckte unsere müden geister. anschließend sahen wir noch den schluss von krypteria welche zur gleichen zeit auf der mainstage spielen. war live defintiv nicht mein fall. die dame hatte schwierigkeiten die töne zu treffen, lag eventuell an der zu engen lederhose
? im anschluss spielten dann letzte instanz welche ich dieses jahr bereits in lindau im club vaudeville gesehn hatte. die jungs machten so richtig party und ich war nach dem konzert in hochstimmung.
lange hatten wir herumgerätselt wann denn die groß angekündigte modenschau endlich stattfinden sollte.
nach genauer studie des programmheftes fand ich es endlich: im party hangar um 14:30 nach letzte instanz. “moment mal..das ist ja quasi jetzt” schoss es mir durch den kopf und wir legten einen zahn zu um uns von der mainstage zum party hangar vorzukämpfen. wir ergatterten einen platz direkt am laufsteg, jedoch direkt am anfang desselbigen. so beeilen hätten wir uns jedoch nicht müssen wie wir dann feststellen durften. die damen und herren models hatten verspätung und so fing die show erst einige minuten später an als geplant. doch diese modenschau konnte sich sehen lassen. die outfits waren allesamt wirklich super toll und die show wurde wirklich groß geschrieben. von marchialischem funkensprühregen über walzer tanzen und bdsm spiele wurden die outfits richtig toll in szene gesetzt. leider spielte sich das ganze nur im vorderen teil des laufstegs ab so konnte ich mir das meiste nur von hinten ansehen. das zweite pech für mich war dann noch das die models es sehr eilig hatten um zum vorderen teil der bühne bzw von der bühne herunter zu kommen.
so sind fast alle fotos die ich knipsen konnte nichts geworden weil das model schon aus dem bild gelaufen war
wir legten nach der modenschau ein kleines päuschen auf dem zeltplatz ein und zu welle:erdball befand ich mich anschließend wieder im hangar. die band war kurzfristig für eine andere eingesprungen und so freute ich mich doppelt auf den auftritt. hatte ich ja ursprünglich gar nicht damit gerechnet welle zu sehen. die damen und herren des essembles lieferten eine grandiose show ab und es sollte das beste konzert dieses abends werden. ursprünglich wollte ich am anschluss zeraphine sehen aber schon nach den ersten songs war ich milde enttäuscht von den live qualitäten des sängers. zum großteil lag es wohl an der technik die es schaffte seine stimme wie aus einer blechdose scheppernd klingen zu lassen und die instrumente viel zu laut stellte das man die leisen parts kaum hörte. so kamen wir in die gelegenheit noch fast das gesamte konzert von apocalyptica auf der mainstage zu verfolgen. das konzert war wirklich wunderschön und verursachte bei mir zum teil gänsehaut. auch wenn ich denke das dies eher etwas für gemütlich zuhause, als auf einem live konzert ist. es fehlt einfach das “mitmach” potenzial das man hat wenn man die songs mitschmettern kann *g*
nach einer weiteren kurzen umbauphase war er dann da, der moment auf den viele sehnsüchtig gewartet hatten und der für sie das highlight des wochenendes hätte sein sollen. Nightwish, mit neuer sängerin. ich war nie ein großer nightwish fan, ich mochte einige der lieder habe aber nie ein gesamtes album besessen. ich war jedoch neugierig und deswegen warteten wir gespannt auf den auftritt. als die künstler letztendlich die bühne betraten wusste ich nicht genau wovon ich mehr enttäuscht war. die unglücklich gewählte bühnen beleuchtung die den zuschauer gnadenlos blendete, die nicht zueinander passenden outfits der band, die langweilige bühnen deko oder die neue sängerin. wenn ich mich da an die großen roben von tarja erinnere war das outfit der neuen dame wirklich gerade zu.. langweilig.. sie trug ein schickes kostüm. es sah nicht schlecht aus, aber passte in meinen augen überhaupt nicht dazu, es strahlte nicht das aus was die musik mir mitteilen versuchte. man sah ihr in ihren bewegungen an das sie wohl kaum bühnen erfahrung hatte und leider hörte man es auch auch an ihrer stimme. natürlich ist live immer etwas anderes und die technik trägt natürlich ihr wesentliches dazu. aber ich hatte an diesem tag schon genug gute sänger, trotz schlechter technik gehört um enttäuscht zu sein. den meisten ging es wohl noch schlimmer als mir. das ganze fand dann seinen höhepunkt bei dem lied wishmaster. ein, wohl jetzt ex, fan zog sein band t-shirt aus und setzt es in brand. es war natürlich total leichtsinnig in einer so großen menschenmasse ein quasi unkontrolliertes feuer anzuzünden, aber es muss wohl genau das ausgedückt haben was die umherstandenen empfanden. es wurde beifall geklatscht. für uns war das konzert nach diesem lied vorüber und wir verbrachten den restlichen abend gemütlich auf dem zeltplatz und ließen uns die laune nicht verderben.